| Partnerstädte | ||
| Vellmar unterhält drei Partnerschaften. Die Erste wurde mit dem 700 km entfernten Zell am See / Österreich abgeschlossen. Dies war am 9. September 1978. Am 11. April 1989 wurde die Zweite Partnerschaft abgeschlossen. Bewdley / England ist die Zweite Partnerstadt und rund 1.000 km von Vellmar entfernt. Die letzte Partnerschaft wurde mit St. Martin / Ungarn am 17. Oktober 1993 abgeschlossen. Szigetszentmárton, der ungarische Ausdruck für St. Martin, liegt ca. 1.100 Kilometer von Vellmar entfernt. | ||
| Zell am See | ||
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| in Österreich. Im September des gleichen Jahres folgten gegenseitige Besuche der lokalen Parlamente. Auch die Kontaktmöglichkeiten zwischen den Bürgern fasste man nun konkret ins Auge. Danach dauerte es nicht mehr lange, und am 9. September 1978 konnte die Partnerschaftsurkunde verfasst werden. | ||
| Zell am See ist noch älter als Vellmar. Die Bergstadt Zell am See ist um das Jahr 740 aus einer kleinen Klostersiedlung entstanden, und sie wird zuerst als "Cella in Bisontio" im Jahre 748 erwähnt. Sie dürfte aber bereits zur Zeit der Römer eine Ansiedlung gewesen sein, da 1952 bei Grabarbeiten an der Berglehne des Fuchslehens römisches Tafelgeschirr aus dem 1. nachchristlichen Jahrhundert gefunden wurde. Schon früh konnte sich die kleine Klostersiedlung, begünstigt durch ihre zentrale Lage im Gau, zu einem wohlhabenden Gemeinwesen entwickeln. So erhielt der Ort bereits 1357 das Marktrecht, und der Bergbau im nahen Hirzbachtal trug weiter zu einem wirtschaftlichen Aufschwung bei. | ||
| Im Stadtbild von heute zeugen sehenswerte alte Baudenkmäler von der Geschichte der Stadt. Der Kastnerturm, der gut ein Jahrtausend alt sein dürfte, wurde wahrscheinlich zum Schutze des Klosters erbaut. Die Stadtpfarrkirche, ursprünglich eine romanische Anlage aus dem 11. Jahrhundert, erhielt im Barock eine dem Zeitgeschmack entsprechende Gestalt. Im 1531 errichteten Schloss Rosenberg, dem Wahrzeichen der Stadt, befinden sich heute die kommunale Verwaltung und das Heimatmuseum. | ||
| Der Bau der Bahnstrecke Salzburg-Innsbruck im Jahre 1875 war die Geburtsstunde des Tourismus für Zell am See. Seitdem ist die Zahl der Feriengäste, die den reizvollen Luftkurort (seit 1961) besuchen, ständig gewachsen. Denn schließlich liegt die Stadt, mit einer Höhenlage zwischen 748 und 2.000 Metern, in einem der schönsten Erholungsgebiete Europas und ist zudem eines der bedeutenden kulturellen Zentren des Salzburger Landes, nur knapp eine Autostunde von der Festspielstadt Salzburg entfernt. Darüber hinaus bietet der Zeller See, seit 1973 Naturschutzgebiet, mit seinen Strandbädern vielfältige Möglichkeiten für Sport und Entspannung. | ||
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| Bewdley | ||
Die Städtepartnerschaft mit der
englischen Stadt Bewdley, 50 km südwestlich von Birmingham gelegen, ging durch die
Schulpartnerschaft zwischen der Gesamtschule Ahnatal in Vellmar und der Bewdley
High-School, die bereits 1978 begonnen hatte und nach vielen Begegnungen junger Bürger
beider Städte den Wunsch hatte reifen lassen, diese Schulpartnerschaft in eine
Städtepartnerschaft einmünden zu lassen, hervor. Die englische Delegation, die 1988 beim
Vellmarer Heimatfest zu Besuch anwesend war, erklärte, daß sie sich eine lebendige
Partnerschaft über die Landesgrenzen hin weg wünsche. Noch im September des gleichen Jahres reiste
eine Abordnung aus Vellmar nach England, um über nunmehr offizielle Kontakte zu beraten.
Am 11. April 1989 war es dann soweit, der Partnerschaftsvertrag wurde in Bewdley
unterzeichnet, und die beiden Bürgermeister pflanzten als Symbol der Freundschaft
zwischen beiden Städten im Park "Jubilee Garden" einen Zedernbau. |
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| Seitdem haben sich die Verbindungen
durch viele Besuche immer mehr gefestigt. Vielleicht ist die gegenseitige Anziehung auch
auf die Unterschiede zurückzuführen, die sich aus dem Vergleich beider Städte ergaben.
Zwar ist Vellmar, von der Geschichte seiner drei Dörfer her, wesentlich älter als
Bewdley, doch dominiert hier ein Stadtbild, das Neubaugebiete und moderne
Geschäftshäuser prägen. Dagegen vermittelt Bewdley mit seinen jahrhundertealten Bauten
den Eindruck geschichtlich gewachsener Substanz. Schon in früher Zeit gab es mit
Tickenhill Manor einen königlichen Palast in Bewdley. Im 15. Jahrhundert erhielt die
Stadt Marktrechte und sie besaß immerhin bereits vor 500 Jahren einen wichtigen
Binnenhafen, als auf dem Fluss Severn mehr Waren verschifft wurden als irgendwo sonst in
Britannien. Erst durch den Bau von Kanälen und später durch die Eisenbahn verlor Bewdley
seine frühere Bedeutung als Handelsplatz. Die historische Atmosphäre der Stadt (ca. 9.000 Einwohner) und die reizvolle Landschaft, die durch den Fluss und den nahen Wald "Wyre Forest" geprägt wird, haben schon viele Vellmarer kennen und schätzen gelernt. |
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| St. Martin - Szigetszentmárton | ||
| Als 1990 anlässlich des
Heimatfestes die Blaskapelle des gemischten Chores und die Tanzgruppe aus St. Martin in
Vellmar ihr Können zeigten, tauchte der Gedanke an eine Städtepartnerschaft auf. 1993
besuchte dann eine Delegation aus Vellmar die ungarische Gemeinde. Bürgermeister Kurt
Stückrath, Herbert Lauterbach, der Vorsitzende des Kuratoriums und Manfred Ullrich,
Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins, führten Gespräche mit den Mitgliedern der
örtlichen Selbstverwaltung, machten sich mit Land und Leuten bekannt und lernten auch die
ungarndeutsche Volksgruppe des Ortes kennen. Noch im gleichen Jahr, am 17. Oktober, fand
bei einem Gegenbesuch aus St. Martin die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages durch
die Bürgermeister in Vellmar statt. Bereits im 11. Jahrhundert wird St. Martin erstmals urkundlich genannt. Dabei ist die Ersterwähnung die der Kirche Abraham Flower St. Martin. Nachdem die Türken den Ort, der sich etwa 4 km von der heutigen Lage entfernt befand, mehrfach zerstört hatten, bauten ihn die Bewohner an der jetzigen Stelle wieder auf. Er hieß nun St. Marton. Erneute Heimsuchungen endeten erst, als der bekannte Prinz Eugen von Savoyen im Jahre 1668 die osmanischen Unterdrücker vertrieb. St. Martin hat 1.600 Einwohner und liegt auf einer Halbinsel zwischen der großen und der kleinen Donau und 7 km entfernt von der Kreisstadt Ráckeve. Im 17. Jahrhundert kamen bereits die ersten Deutschen, vor allem Schwaben, um sich dort anzusiedeln. Heute sind ca. 35% deutscher Abstammung. Bis zum Zweiten Weltkrieg waren fast 95% der Einwohner deutscher Herkunft. Da es am Ufer der Donau eine große Siedlung von Wochenendhäusern gibt, wächst die Einwohnerzahl während der Sommermonate auf 5.000 an. Die Einwohner (ca. 1.500) von St. Martin betreiben vorwiegend Landwirtschaft und Weinbau, aber auch Fischerei. Dominierend im Ortsbild ist die gotische Kirche aus dem 12. Jahrhundert geblieben. Seit einiger Zeit stellt der Fremdenverkehr eine nicht unbedeutende Einnahmequelle dar. Den Feriengästen bieten sich Bademöglichkeiten, und zudem ist die Halbinsel als Anglerparadies bekannt. |
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