Aktionstag zur Radschnellverbindung Vellmar-Kassel

Veröffentlicht am: 14.07.2021

Aktionstag zur Radschnellverbindung Vellmar-Kassel

Im Rahmen eines Aktionstages am vergangenen Samstag, konnten sich interessierte Bürgerinnen und Bürger über die geplante Radschnellverbindung zwischen Vellmar und Kassel informieren.

RSV Aktionstag Infostand breit

Hierfür wurde die zukünftig vorgesehene 7,5 lange Route markiert und darüber hinaus an 5 Punkten entlang der Strecke Infostände errichtet, an denen MitarbeiterInnen der Stadt Kassel, dem Zweckverband Raum Kassel (ZRK) und der Stadt Vellmar für Fragen und Auskünfte zur Verfügung standen.

Zudem wurden „geführte“ Befahrungen mit Bürgermeister Manfred Ludewig, ZRK-Direktor Kai-Georg Bachmann und Dirk Stochla als zuständigen Dezernenten der Stadt Kassel angeboten, um z.B. Detailfragen direkt vor Ort erläutern zu können.

Tour mit BgmInsbesondere Bürgermeister Ludewig konnte sich über so großen Zuspruch freuen, dass er seine Tour gleich zweimal hintereinander durchführte.

Ob Alltagsradler, Berufspendler, Freizeit- und Tourenradler, aber auch Wanderer, Spaziergänger und Anlieger nutzten rege das Informationsangebot an diesem Tag. Dazu kam die Möglichkeit, per Fragebogen seine persönliche Meinung, Anregungen, Wünsche, Ideen oder auch Kritik an dem Planvorhaben zu äußern. Die gesammelten Meinungen sollen nach Auswertung als Anregungen in das Bauvorhaben mit einfließen.

Soll heißen, die Planungen für die Radschnellverbindung konnten jetzt schon konkret vorgestellt werden, aber einige Teilstücke bedürfen aufgrund ihrer Komplexität noch einer weiteren Planung, wie ZRK-Verbandsdirektor Kai-Georg Bachmann betont.


Infostand Beratung
Beratungsbedarf an den Infoständen gab es hauptsächlich zu den Unterscheidungsmerkmalen zwischen einer zukünftigen Radschnellverbindung und dem größtenteils doch jetzt schon bestehendem Fuß-Radweg entlang der Ahne.  

Dabei ist das wesentliche Merkmal eines Radschnellweges ein übersichtlicher und auf 4 m Breite ausgebauter Trassenverlauf, der vom Auto- und Fußgängerverkehr abgekoppelt ist.  Da die Trennung von Fuß- und Radverkehr aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht durchgängig konsequent umgesetzt werden kann, bedeutet das weiterhin eine gemeinsame Nutzung und nicht, wie durch einige Bedenken geäußert, eine Ausgrenzung oder evtl. ein Verbot für Fuß- und Spaziergänger – mit und ohne Hund. Das Gleiche gilt für eine weitere Nutzung einiger Abschnitte durch den landwirtschaftlichen Verkehr, welche auch zukünftig möglich sein wird, erklärt Bürgermeister Ludewig.

Das Zauberwort hier heißt „Rücksichtnahme“ und zwar von allen Verkehrsteilnehmern, dann sollte das auch weiterhin gut funktionieren, so die Meinung des Bürgermeisters. Vom Ausbau profitieren werden dann letztlich alle NutzerInnen durch eine wesentlich komfortablere Streckenführung, einer intelligenten durch Bewegungsmeldern funktionierenden Beleuchtung, die gerade außerorts mehr Sicherheit bietet und der wesentlich schnelleren Verbindung bis mitten ins Oberzentrum.

Auffallend groß war auch das Interesse von Radpendlern aus den Nachbargemeinden Ahnatal, Espenau und Fuldatal, die schon jetzt den Weg zur Arbeitsstätte über Vellmar nach Kassel nutzen und sich – ausgehend von ihrer Heimatgemeinde – noch bessere Zubringermöglichkeiten wünschen. Ein weiterer sicherer Beleg dafür, dass ein solches Angebot nicht nur bis zur Stadtgrenze, sondern noch viel weiter ins Umland ausstrahlt und genutzt werden wird.

Wichtig war es auch den Verantwortlichen und Planern zu vermitteln, dass es sich bei der Planung der Radschnellverbindung, welche von Bund und Land bis zu 80 % an Fördermitteln erhält, um eine langfristig gedachte Entwicklung in Richtung Verkehrswende handelt, unter Einbeziehung des zunehmenden Radverkehrs, aber auch des  ÖPNV und nicht zuletzt durch den dadurch entlasteten Kfz-Verkehr.

Der Baustart für den Teilabschnitt VII:  Brüder-Grimm-Straße bis zur Zweibogenbrücke – soll 2022 erfolgen.