Aktion "Gesunde Kinderfüße"

Veröffentlicht am: 01.02.2018

Vellmar. Man braucht und benutzt sie zum Stehen, Gehen, Laufen, Hüpfen und Springen – sie tragen uns sozusagen durch das ganze Leben hindurch – die Rede ist von unseren Füßen bzw. wie wichtig gesunde Füße sind.

Der Startschuss zum Projekt „Kinderfüße auf dem Prüfstand“ im Landkreis Kassel fand nun im Rahmen eines Aktionstages in der Kita Stadtmitte statt, an dem sich alles rund um  das Thema Kinderfuß-Gesundheit drehte.

Geplant und begleitet wird die Aktion durch die BKK Wirtschaft u. Finanzen in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsarchitekten Nitschky & Partner. Durch das neue Präventionsgesetz seien alle Krankenkassen verpflichtet Präventionsmaßnahmen anzubieten, berichtet BKK-Vorstand Björn Hansen und sei so auf das Projekt „Gesunde Kinderfüße“ gekommen, dass man bisher im Schwalm-Eder-Kreis durchgeführt hat und nun auch im Landkreis Kassel anbieten möchte.

Für die Möglichkeit, solche Projekte durchzuführen, sagten Frau Dr. Karin Müller, Leiterin des Gesundheitsamtes von Stadt u. Landkreis Kassel, Herr Christoph Jöckel vom Jugendamt des Landkreises Kassel in seiner Funktion als Kita-Fachbereichsleiter und Herr Bürgermeister Manfred Ludewig ihre Unterstützung bei der Vernetzung und Bekanntmachung dieser Angebote gern zu.  

Ebenfalls unterstützend tätig und von der Präventionsmaßnahme überzeugt, sind die beiden Kinderorthopäden Dr. Martin Bergmann von der Orthopädischen Klinik in Kassel und Dr. Christian-Dominik Peterlein vom Uniklinikum Marburg, die den Aktionstag aus ärztlicher Sicht begleiten.

CollageKinderfuesse

Für die Durchführung hatte Gesundheits-Architekt Mark Nitschky  dazu im Bewegungsraum der Kita  einen sogenannten „Barfuß-Parcours“ aufgebaut, den die Kinder – barfüßig versteht sich – begeistert absolvierten.  Wie fühlt es sich z.B. an, wenn man ohne Schuhe durch den Wald gehen würde und die Füßchen Kontakt zu Kastanien, Steinen, Tannenzapfen oder auch Stroh haben. Gleichgewichtsübungen auf einem „Wackelboard“, über ein dickes Tau laufen oder über einen Balken balancieren, alles Übungen für die man die Füße einsetzen musste. Beobachtet wurden die Kinderfüße dabei von den zwei Kinderorthopäden, deren Erkenntnisse dann später in den Gesamt-Auswertungsbogen miteinfließen.

Ein weiteres wichtiges Thema an diesem Tag waren gut passende Schuhe. Dazu wurden die Kinderfüße vermessen, denn neben der Länge spielt auch die Fußbreite/-weite eine große Rolle. Kinderfüße wachsen schnell, deshalb sollte die Größe alle 3 Monate überprüft werden. Hinzu kommt, dass kleine Kinder auf Druck durch zu kleine Schuhe noch relativ schmerzunempfindlich sind.

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Sie alle unterstützen das Projekt für gesunde Kinder: v.l.:  Christoph Jöckel, Jugendamt Ldkrs., Bürgermeister Manfred Ludewig, Dr. Karin Müller, Leiterin Gesundheitsamt, Björn Hansen, BKK w+f, Dr. Martin Bergmann, Dr. Christian-Dominik Peterlein und Mark Nitschky von den Gesundheitsarchitekten

Erste Auswertungsergebnisse:

  • 106 Paar Kinderfüße und 197 Paar Schuhe auf dem Prüfstand
  • 81% unpassenden Schuhe, keine Ausnahme zu den bundesweiten Erhebungen. Immerhin 18% Prozent der Straßenschuhe passten.
  • Während Straßenschuhe, die fälschlicherweise auf Zuwachs gekauft werden, mit bis zu 2 Größen zu groß waren, fielen die Hausschuhe mit bis zu -3 Größen eher zu klein aus.
  • Orthopädisch gesehen sollten 8 Prozent der Kinder wieder vorgestellt werden

Gründe:

  • Die Außengröße, auch teurer Markenschuhe, stimmt nur in wenigen Fällen mit der wichtigeren Innengröße überein.
  • Viele Einlagenträger sind nach Ansicht der Experten fehl- bzw. überversorgt (Priv.-Doz. Dr. Christian-Dominik Peterlein vom Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie, im Universitätsklinikum Gießen und Marburg und Dr. Martin Bergmann von der Orthopädischen Klinik Kassel)

Informationen zum Thema Kinderfuß-Gesundheit mit vielen guten Tipps und Anregungen für die gesunde Entwicklung der kleinen Füße sowie weitere Präventionsmaßnahmen zur Kindergesundheit,nen interessierte Eltern  im Internet unter: www.bkk-wf.de downloaden.

Doppelpfeilrechts Der  Flyer als pdf-Datei zum Download