Landkreises Kassel setzt auf Reinigungsroboter
Pressemitteilung von Dienstag, 7. Juli 2026 Pressestelle LANDKREIS KASSEL
Landkreis Kassel setzt auf Reinigungsroboter in Sporthallen
Landkreis Kassel. Moderne Technologie hält Einzug in die Sporthallen des Landkreises Kassel: Mit einem Scheuersaug-Roboter testet der Landkreis derzeit ein innovatives Reinigungsgerät, das die Mitarbeitenden in den kreiseigenen Liegenschaften spürbar entlasten soll. Nach einem bereits erfolgreichen ersten Testlauf im vergangenen Jahr plant das Infrastrukturelle Immobilienmanagement, den Einsatz des Roboters künftig deutlich auszuweiten.
"Wir wollen unsere Mitarbeitenden dort unterstützen, wo Arbeit körperlich besonders anstrengend oder eintönig ist. Gerade für Beschäftigte, die schon lange im Beruf stehen, ist das eine echte Erleicherung. Gleichzeitig sichern wir damit die Qualität unserer Reinigungsleistung, auch an Wochenenden und in Zeiten, in denen es immer schwieriger wird, geeignetes Personal zu finden", erklärt Vizelandrätin Silke Engler.
Der Scheuersaug-Roboter übernimmt vollautomatisch die nächtliche Reinigung des Sporthallenbodens. Dank seiner Dockingstation befüllt er sich selbstständig mit Frischwasser und entsorgt eigenständig das Schmutzwasser. Mit einer Reinigungsleistung von rund 2.570 Quadratmetern pro Stunde und einer Laufzeit von bis zu sechs Stunden bewältigt das Gerät auch große Hallenflächen zuverlässig und ohne Unterbrechung. Ein besonderer Vorzug des rund 30.000 Euro teuren Geräts ist seine flexible Programmierbarkeit: So plant der Landkreis, den Roboter künftig auch gezielt für die Entfernung von Handball-Harzrückständen auf dem Hallenboden einzusetzen – eine bislang besonders zeitaufwändige und körperlich belastende Aufgabe für die Reinigungskräfte.
Christian Kuhn vom Infrastrukturellen Immobilienmanagement des Landkreises Kassel unterstreicht, dass der Roboter ausdrücklich als Ergänzung und nicht als Ersatz für das bestehende Personal gedacht ist: "Wir haben sehr viele, teils sehr große Sporthallen, da wäre der Einsatz eines Roboters definitiv sinnvoll. Die Technik würde unser Personal entlasten und die eintönige und körperlich anstrengende Arbeit übernehmen." Freiwerdende Kapazitäten sollen gezielt dort eingesetzt werden, wo menschliche Sorgfalt unersetzlich bleibt – etwa bei der Reinigung von Sanitäranlagen, Umkleideräumen und Geräteräumen.
Der Landkreis Kassel sieht in dem Projekt zudem eine Antwort auf den wachsenden Fachkräftemangel in der Gebäudereinigung. "Insbesondere in Teilen unseres Landkreises, in denen die Gewinnung von Reinigungspersonal schon jetzt zunehmend schwieriger wird, könnten Reinigungsroboter künftig eine wichtige Rolle spielen", sagt Silke Engler abschließend.
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